geschrieben von Tom Gessert
Während es sich viele Eberswalder bei den kalten Temperaturen des zweiten Adventswochenendes bei einer heißen Tasse Schokolade auf der Couch oder dem Weihnachtsmarkt gemütlich machten, trafen sich Kanuten im Alter von sieben bis elf Jahren zum traditionellen Nikolauspokal der Abteilung Kanu des SV Stahl Finow.
Nachdem sie Zuhause ihre Nikolaus-Überraschungen noch aus ihren Schuhen holten, machten sich über 150 Sportler aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Trainern auf dem Weg nach Finow, um sich in acht athletischen Wettbewerben zu messen.
Um der wachsenden Teilnehmeranzahl gerecht zu werden, war auch erstmalig das Bootshaus des SV Stahl nicht der Austragungsort, sondern man wich auf das Gelände des Schulcampus Finow in der Fritz-Weineck Straße aus. Dies stellt laut der Finower Cheftrainerin Julia Hannaske „den Beginn einer wachsenden Kooperation“ zwischen dem Gymnasium und Stahl Finow dar. So werden zum Beispiel im Gegenzug wöchentliche Kanu-Arbeitsgemeinschaften im Sommer für die Schüler und Schülerinnen angeboten. Denn jede Tradition kann nur erhalten bleiben, wenn man bestrebt ist, sich weiterzuentwickeln.
So kam es, dass die Aula, in der sonst Abiturienten ihre Vorprüfungen schreiben, als Aufenthaltsraum für die Kinder mit ihren Trainern und die Korridore im Schulgebäude als Bastel- und Verpflegungsstände dienten.






Die Wettbewerbe im Gewandtheitslauf, Liegestützkreisel und Schlusssprunge fanden wiederum in der Halle statt, während draußen auf dem Sportplatz die Kinder im 30m-Parallelsprint, Ballweitwurf und 1000m-Ausdauerlauf ihr Bestes gaben.







Die besten 6 Mädchen und Jungen jeden Jahrganges wurden zum Abschluss des Wettkampftages geehrt. Hierbei verteilte der Nikolaus höchstpersönlich die begehrten Pokale für die ersten drei Platzierten.
Eine von ihnen war die Finower Sportlerin Anna Spanberger, die mit strahlenden Augen den Pokal für den dritten Platz entgegennahm. Ein weiteren dritten Platz bei den Mädchen holte Lena Gerter, deren Vereinskollegin Leni Schade Platz 6 bei den 2014er Mädchen belegte. Bei den jüngsten Mädchen (Jahrgang 2018) schafften es sogar drei Finowerinnen in die Top 6. Elise Walter gewann vor Ella Behrends und Elisa Pagenkopf komplettierte die Geehrten als Sechstbeste. Dem Stadtnachbarn Empor gelang sogar das Kunststück, dass bei Mädchen des Jahrgangs 2017 die Plätze 1 bis 4 komplett die blaue Vereinskleidung von Eberswalde trugen. Bei den Jungs desselben Jahrgangs sorgten wiederum Quinn Brandenburg und Fabian Dreyer für einen Finower Doppelerfolg. Mit Lennard Ruschke (2016) und Lennard Fechner (2018) konnten sich zwei weitere Vereinssportler als souveräne Sieger ehren lassen.
Auch Bruno Behrends, Karl Zierach und Lennard Kath belegten als 2., 3. Und 5. Vordere Plätze bei den 2014er-Jungen.

Zum Abschluss bekamen alle Teilnehmer, unabhängig davon, ob sie schon heute früh Süßigkeiten in ihren Schuhen fanden oder nicht, einen kleinen Schokoladen-Nikolaus als süßes Andenken an einen gut organisierten und sorgenfreien Wettkampftag, der mit Sicherheit bei vielen Protagonisten ein positives Gefühl hinterließ. Es bleibt wohl nur die Frage, ob am Ende noch alle Nikoläuse zuhause ankamen oder schon auf dem Heimweg verspeist wurden.

von Tom Gessert, 11.12.2025