geschrieben von Kay Brandenburg

Junge Kanuten wachsen in Wusterwitz zur starken Kanufamilie zusammen

Eberswalde/Wusterwitz. Das Wochenende vom 12. bis 14. Juni 2026 hatte alles, was Kanusport ausmacht. Spannung, Teamgeist, Mut und viele starke Rennen.

Bei der Landesmeisterschaft in Wusterwitz zeigte der Nachwuchs des Kanuvereins Stahl Finow beeindruckende Leistungen. Dabei machte es das Wetter den jungen Sportlerinnen und Sportlern nicht leicht. Starke Winde zogen über das Wasser. Regen prasselte auf Boote, Zelte und Schwimmwesten. Immer wieder gab es Unterbrechungen. Teilweise mussten Wettbewerbe sogar abgebrochen werden.

„Für die Kinder wurde Wusterwitz zu einer echten Bewährungsprobe. Eine Herausforderung, an der sie gewachsen sind“, erklärt Julia Hannaske, Trainerin bei Stahl Finow. Auch wenn es schwierig wurde, blieben die Kinder ruhig. Sie hörten zu und unterstützten sich gegenseitig. Egal wie schlecht das Wetter war, sie haben einander mit Freude geholfen. Genau das mache diesen Sport so wertvoll. Kanusport ist ein Mannschaftssport. Er fördert Kraft, Ausdauer und Mut. Gleichzeitig lehre er Verantwortung, Respekt und Teamgeist. In Wusterwitz war das auf jedem Meter sichtbar. Auf dem Wasser und an Land. Trotz Regen, Wind und Wartezeiten blieb die Stimmung positiv.

Neben fünf weiteren mitgereisten Trainerinnen und Trainern half auch eine Handvoll Eltern am Wochenende mit. In den Wettkampfpausen versorgten sie die Athletinnen, Athleten. Essen und gute Laune gehörten dabei fest zusammen.

„Die Wettkampftage waren lang“, beschreibt Julia Hannaske die Landesmeisterschaft in Wusterwitz. Zum Programm gehörten Kajak und Canadier über verschiedene Distanzen. Dazu kamen Ausdauerlauf, Sprint und Weitwurf. Im Mehrkampf wurden mehrere Ergebnisse kombiniert. Dazu zählten ein Bootswettbewerb über 2.000 Meter, ein 1.500-Meter-Lauf, ein 30-Meter-Sprint und Kugelweitwurf.

Gold glänzte gleich mehrfach für Stahl Finow.
Karl und Anna wurden Landesmeister im Mehrkampf. Anna siegte außerdem im Einer-Canadier über 2.000 Meter. Leni und Lena holten Gold im Zweier-Canadier über 500 Meter. Auch der gemischte Vierer-Canadier gewann über 500 Meter. Im Boot saßen Lena, Leni, Karl und Lennard.

Silber wurde ebenso hart erkämpft.
Im Mehrkampf standen Lennard K., Lena, Lennard R. und Matteo auf Rang zwei. Leni wurde Vizelandesmeisterin im Einer-Canadier über 2.000 Meter. Colin holte Silber im Einer-Canadier über 500 Meter. Karl und Lenard wurden im Zweier-Canadier über 500 Meter Zweite.

Auch in der Nachwuchs-Auswahl des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg gab es Grund zur Freude.
Die Auswahlmannschaft ist unter dem Namen Brandenburger Adler bekannt. Für die Landesauswahl paddelte Matteo im Vierer-Canadier zu Silber. Matteo und Colin holten im Zweier-Canadier ebenfalls Silber für die Auswahl. Beide Rennen gingen über 500 Meter.

Mit Bronze wurde die starke Leistung aus Finow zusätzlich unterstrichen.
Im Mehrkampf holten Leni, Colin und Finn Platz drei. Lennard K. fuhr über 2.000 und 500 Meter jeweils auf das Podest. Auch Anna und Mayla standen im Zweier-Canadier auf Rang drei. Das gelang ebenso Leon und Robin. Im Vierer-Kajak erkämpften Linus, Lennard, Phillip und Willi Bronze.

Besonders wertvoll waren auch die Erfahrungen der Jüngsten.
Isabella, Quinn, Nick und Linus gehören dem Jahrgang 2017 an. Sie sammelten wichtige Wettkampfpraxis auf dem hohen Landesniveau. Isabella verfehlte in einem starken Endlauf nur knapp das Treppchen. Ihr vierter Platz macht trotzdem stolz. Quinn und Nick überzeugten mit starken Leistungen im Mehrkampf. Auch Linus zeigte, wie schnell sich junge Paddler steigern.

Julia Hannaske betont abschließend, dass mehr bleibt als eine Medaillensammlung. Die Kinder übernehmen mit jedem Wettkampf mehr Verantwortung und werden selbstständiger. Dabei lachen sie auch, wenn sich das Wetter von seiner unangenehmen Seite zeigt. Das Wochenende habe gezeigt, wie viel Kraft in einer Gemeinschaft steckt. In einer Gemeinschaft aus Kindern, Jugendlichen, Trainerinnen, Trainern und Eltern.